Montag, 8. Januar 2018

Spielsachen früher...

Da ich regelmäßig und gerne den Blog 'Le monde de Kitchi'  lese, hat mich der Aufruf von Astrid zu einer Linkparty dazu gebracht, selber in alten Alben nach passenden Bildern zu suchen. Mich haben die Erinnerungen an frühere Zeiten dieses Jahr stärker als sonst beschäftigt, da meine Mutter im Frühjahr gestorben ist.

Unsere Eltern waren, was Spielzeug für meinen Bruder und mich betrifft, immer sehr großzügig. Obwohl wir in dieser Nachkriegszeit (ich bin 1952 geboren) sonst recht sparsam in ländlicher Umgebung gelebt haben, wurden wir an Weihnachten und Geburtstagen immer reich beschenkt.


Als kleines Mädchen habe ich gerne mit Puppen gespielt, später war ich dann eher damit beschäftigt, Kleidung für die Puppen zu stricken oder zu häkeln. Als ich lesen konnte, waren mir aber Bücher immer das liebste Geschenk.

Wie damals üblich, wurden Puppenwohnung, Kaufladen oder Eisenbahn nach Weihnachten wieder weggeräumt und am nächsten Weihnachtsfest wieder neu aufgebaut. Unsere Eltern haben dann immer das ganze Wohnzimmer umgeräumt, damit auch alles Platz hatte.


Wir besaßen auch eine große Spielesammlung, z.B. habe ich gerne mit meiner Mutter Halma gespielt. Ich erinnere mich auch an die Kinderpost oder ein Angelspiel und später an viele, viele Legosteine.

Toll war immer, wenn unser Vater mit uns gebastelt hat, denn unter der Woche war er immer beruflich unterwegs. Ich erinnere mich da an bedruckte Bögen, wo alles zunächst ausgeschnitten und dann zusammengeklebt wurde. Einmal war es eine ganze Burg.

Im Sommerhalbjahr haben wir viel draußen gespielt, in der ländlichen Umgebung konnten wir uns als Kinder ziemlich frei bewegen und waren oft stundenlang unterwegs. Extra Spielsachen waren da eigentlich nicht nötig und es gab auch keine Spielplätze mit Geräten, aber in der Nachbarschaft eine Schaukel am Baum.

Vieles haben wir dann mit unseren Kindern ähnlich gehandhabt, allerdings konnte ich meine Tochter nicht für Puppen begeistern. (Ich habe es immer wieder versucht, es war aber sinnlos). Dank des älteren Bruders und der vielen Jungen in der Umgebung hat sie immer lieber mit Autos, Baukästen, Lego und Playmobil (Ritterburg oder Indianer) gespielt. Und leider interessiert sie sich bis heute auch nicht für Handarbeiten.

Wir haben viele Spielsachen und Kinderbücher aufgehoben und geben das nun nach und nach an die Enkel weiter. Auf den Puppensachen werde ich aber wohl sitzen bleiben, denn es fehlen die Mädchen in der Familie.

Kommentare:

  1. Wie schön, dass du so schnell reagiert hast und so viele Fotos aus deiner Kindheit beisteuern konntest ( Ich habe kaum welche, obwohl dein Jahrgang. Fotografieren war wohl zu kostspielig für meine jungen Eltern. )! Die Frisur ( Affenschaukeln) hatten wir wohl gemeinsam. Ich habe die großen Taftschleifen später auch zu Puppenkleidung verarbeitet. Gestern ist übrigens die alte, mit den beiden Brüdern hart erarbeitete Märklin - Eisenbahn endlich an die beiden Enkel übergegangen, was war der Opa glücklich. Ds Puppenhaus, das ich im Post zeige, staubt quasi aber immer noch im Spitzboden ein...
    GLG
    Astrid

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  2. Liebe Bellana,

    toll, dass Du noch so schöne Bilder davon hast. Wir hatten auch immer viel Spielzeug. Obwohl ich ja noch zwei Geschwister hatte - wir also drei waren - haben uns unsere Eltern und die Großeltern immer reichlich mit Spielzeug und Mahlsachen versorgt.

    Liebe Grüße
    Jutta

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  3. Diese Kindheitserinnerungen sind sehr wertvoll. Auch ich erinnere mich gerne an die Zeiten der Kindheit.
    Herzlich, do

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  4. es gab so vieles Schönes Einfaches, es wird schon wieder wärmer, glaube ich, was für ein Winter, Klaus

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  5. Liebe Bellana,
    bei den ersten Fotos dachte ich, das sieht aus wie bei uns. Leider haben meine Eltern nie mit mir gespielt, da fehlten wohl auch die Geschwister im gleichen Alter. Der Krieg hatte eben seine Spuren hinterlassen. Legos liebte aber auch mein siebzehn Jahre älterer Bruder sehr, der sich immer sein Traumhaus baute. Daran erinnere ich mich noch gut. Und dass er es gar nicht mochte, wenn ich dann sein Haus zurückbaute, um an meine Legosteine zu kommen ;-)
    Liebe Grüße - Elke
    __________________
    www.mainzauber.de

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  6. Bei uns waren die Spielsachen nach Weihnachten auch immer verschwunden, bei meiner Oma war das jedenfalls so! Ein Christkind das die Geschenke wieder abholt? Das hat mich schon damals misstrauisch werden lassen (schmunzel). Toll, Deine alten Fotos! Auf diese Weise kannst Du Dir immer wieder, Deine alten Weihnachtsgeschenke in Erinnerung rufen.
    LG Heidi

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  7. Das sind wunderschöne Erinnerungen liebe Bellana. Was für einen tollen Puppenwagen du hattest! So was bekommt man heut nur noch in Antikwarenläden oder wenn man Glück hat auf einem Flohmarkt.
    Im Sommer brauchten wir auch kein Spielzeug. Wir waren viele Kinder in der Nachbarschaft. Versteckspielen gab es fast täglich, Gummi-Huppe, Länder wegnehmen, ach ich weiß die Namen gar nicht mehr für die vielen Spiele im Sand.
    Liebe Grüße von Kerstin.

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  8. schöne Erinnerungen
    bei mir liegen in letzter Zeit die Alben auch griffbereit ;)
    einen schönen Puppenwagen hattest du
    und Halma haben wir auch gespielt ;?
    liebe Grüße
    Rosi

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