Dienstag, 20. Juni 2017

Großer Lausiger Teich (03)

Eine weitere Strecke, die wir geradelt sind, ging von Gräfenhainichen nach Wörlitz. Der Kirchenliederschreiber  Paul Gerhard stammt aus Gräfenheinrichen und der Ort profitiert daher wie Wittenberg vom Lutherjahr. Auf die Besichtigung von Ferropolis, der Stadt aus Eisen und damit einem Industriedenkmal zum Tagebau der Region,  haben wir aus Zeitgründen verzichtet, auch wenn sich hier ein Besuch sicher gelohnt hätte.

Unser Ziel war der Wörlitz und sein Park.

Park
Schloss
Kirche
Unsere anstrengendste Tour war eigentlich eine relativ kurze, von Bad Schmiedeberg nach Bad Düben. Auf dem Hinweg haben wir den Radweg durch den Wald nicht gefunden und sind meistens auf zum Glück wenig befahrenen Straßen gefahren. Leider ging es ständig Hügel hinauf und wieder runter, was bei den hohen Temperaturen dann doch recht anstrengend war. Allerdings war der offizielle Radweg zurück durch den Wald auch nicht besser, denn ich habe selten einen sandigeren Waldweg mit von Fahrzeugen tiefen Spuren gesehen. Bei uns in Süddeutschland sind die Waldwege, die von Fahrrädern befahren werden, eigentlich immer gut geschottert. Immerhin gehört die Strecke zum offiziell ausgeschilderten Radweg Leipzig-Berlin.

Am Marktplatz in Bad Düben musste ich diese Fassade der Apotheke aufnehmen. Manche Sprüche sind meiner Meinung nach einfach dämlich...


Am letzten Tag vor unserer Heimfahrt hatte ich einfach keine Lust mehr zum Radeln und konnte den Mann überreden, Leipzig einen Besuch abzustatten.

Viele schön renovierte Fassaden
Wir haben nur die direkte Innenstadt besichtigt, wo inzwischen viel renoviert wurde, aber auch noch an zahlreichen Gebäuden gebaut wird. Ein sehr emotionaler Moment war für mich, die Nikolaikirche zu betreten, denn ohne die damaligen Montagsdemos hätte ein Leipzigbesuch in der heutigen Form so nicht stattfinden können. Da gerade das Bachfest in Leipzig gefeiert wurde, hatten wir zudem das Glück, dass gerade eine öffentliche Konzertprobe in der Nikolaikirche stattfand.


Den so sehr gelobten Bahnhof haben wir uns auch angesehen, ich fand ihn eigentlich nicht so außergewöhnlich. Vermutlich liegt das daran, dass ich solche Einkaufstempel nicht sonderlich mag.
Die Überdachung der Gleisanlage hat mir aber ganz gut gefallen.



Insgesamt muss ich sagen, dass sich diese Urlaubswoche wirklich gelohnt hat, da wir diese Region Deutschlands bisher nicht kannten.

Kommentare:

  1. Hallo Bellana,
    meinst du den Spruch mit der Tradition? Ich finde den gar nicht dämlich sondern sehr weise. Zugeschrieben wird er ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten. Ich denke, gemeint ist damit, dass man aus dem, was einmal war, das Gute erhalten soll, ohne sinnlos an Altem zu kleben. - In den Wörlitzer Park habe ich es leider noch nie geschafft. Das steht auch noch auf meinem Plan.
    Lieben Gruß
    Elke
    _____________________
    www.mainzauber.de

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    1. Danke für die Interpretation dieses Spruches, ich konnte damit einfach nichts anfangen, habe aber auch noch nicht danach gegoogelt.

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  2. Liebe Bellana,

    da habt Ihr ja wirklich eine wunderbare Rundreise gemacht. Der Wörlitzer Park steht auch noch auf meinem Programm. Ist aber leider ohne Auto ziemlich schwer ranzukommen.
    Übrigens der Spruch an der Apotheke ist zwar etwas abgewandelt, im Original ist er aber von Gustav Mahler.

    Liebe Grüße
    Jutta

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  3. Dank dir habe ich auch wieder eine neue Gegend Deutschlands kennengelernt. Ich mag deine Radelberichte sehr.
    Herzlich, do

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