Mittwoch, 31. Mai 2017

Rost #38


Frau Tonari wünscht sich wie schon länger immer am letzten Tag des Monats etwas Rost.

Neulich bei unserer Radtour habe ich an dem Flüsschen Roth ein ähnliches Wehr entdeckt wie an unserer heimischen Blau. Auch hier wird das Wasser nach Bedarf auf verschiedene Flussarme verteilt. Es sind diese harmlosen kleinen Flüsschen, die bei Umwettern dann schnell zu Überschwemmungen führen. Da kann so eine Umleitung der Wassermassen sicher helfen, Hochwasserschäden an Gebäuden zu vermeiden.



Da schadet so ein bisschen Rost, der sich natürlich durch das Wasser nicht vermeiden lässt, sicher nicht.

Montag, 29. Mai 2017

Bei über 30 Grad sollte man nicht verreisen...

zumindest nicht mit der Bahn...
Schon länger war geplant, dass ich diese Woche zum Enkel fahre und zwar gemütlich mit dem IC durch das Rheintal.

Zunächst lief auch alles ganz gut, so bis kurz vor Köln. Ich saß in einem gekühlten Wagen auf der richtigen Seite direkt am Fenster, konnte den Rhein genießen und in einem Buch lesen.




Später kamen dann immer mehr Menschen aus dem anderen Bereich des Zuges und setzten sich auf die noch freien Plätze. Sie erzählten, dass zwei Wagen geschlossen wurden, da die Klimaanlage ausgefallen sei. Und in Köln fiel dann wegen insgesamt vier defekter Wagen die Entscheidung, dass der Zug, der eigentlich von Oberstdorf bis Magdeburg fahren sollte, heute hier endet. Den Reisenden mit Ziel Magdeburg wurde eine alternative ICE-Verbindung mit Umstieg in Hannover angeboten, aber alle anderen Reisenden mit Zielen auf der ursprünglichen Route wurden sich selber überlassen. Viele vor allem ältere Allgäuurlauber mit großen Koffern haben sich sicher schwer getan, den restlichen Weg nach Hause zu finden.

Was mir auffiel war das allgemeine Chaos am Kölner Hauptbahnhof, nahezu alle Züge hatten Verspätung, im regionalen Bereich meistens 20 Minuten und Fernzüge noch viel mehr. Ich musste ja nur weiter bis Düsseldorf, was mir mit einem ebenfalls verspäteten Regionalexpress dann auch Dank 'DB Navigator'  auf dem Smartphone gelang. Am Ende bin ich dann eine Stunde später und ziemlich verschwitzt bei der Tochter eingetroffen.

Wünschenswert wäre gewesen, wenn die Bahn in so einem Fall, wo der ganze Zug aussteigen muss, Personal auf dem Bahnsteig als Ansprechpartner für die Reisenden bereit gestellt hätte.

Samstag, 27. Mai 2017

Bei den Kelten

Gestern haben wir nun einen Ausflug per Auto gemacht. Auf unserer Radtour von der Donauquelle nach Hause sind wir damals auch durch Hundersingen gekommen, wo man von unten oben auf dem Berg das Freilichtmuseum Heuneburg liegen sieht. Da wir keine Lust hatten, unsere Räder den ganzen Berg hinauf zu schieben, beschlossen wir damals, uns das Museum bei einem extra Ausflug einmal genauer anzusehen. Und gestern haben wir das dann bei herrlichem Wetter realisiert.

Im Ort selber gibt es zunächst ein Museum, wo viel zum Thema Kelten erläutert wird und auch einige Exponate ausgestellt werden. Im Museum war es aber nicht erlaubt zu fotografieren.



Vom Keltenmuseum aus gibt es Rundwanderweg von ca. 8 km, was uns aber gestern zu viel war. So sind wir nur das Stück zum Freilichtmuseum und wieder zurück gelaufen.


Unterwegs gab es an verschiedenen ehemaligen Grabungsstellen Infotafeln.


Überall im Gelände sieht man diese Grabhügel.


Im Freilichtmuseum sind dann ein paar Häuser und ein Wehrgang mit Blickrichtung Donau nach den Erkenntnissen aus den Ausgrabungen wieder aufgebaut worden.

Blick ins Donautal bis hinüber zum Bussen, dem 'Heiligen Berg'


Beispielhaus, leider innen sehr dunkel

Aber den nachgebildete Webstuhl aus der Keltenzeit musste ich aufnehmen.





Es gibt auch immer noch Stellen, an denen die Archäologen weiter arbeiten, ein paar Studenten haben in der Nähe eine einfache Unterkunft. Es gibt auch ein Zelt, wo Familien an bestimmten Terminen mit graben dürfen. Natürlich ist es nicht einfach, so ein historisches Highlight in so einer abgelegenen Gegend zu vermarkten. Und ohne die Finanzierung  durch das Land Baden-Württemberg könnte so ein Museum sicher nicht überleben. Uns hat es gut gefallen, auch wenn es mehr zu lesen als zu sehen gab und das gesamte Gelände recht weitläufig ist.

Wer mehr über die Heuneburg lesen möchte, kann es hier bei Wikipedia tun.

Zum Schluss nun noch den Eingang zur Anlage als Tor in die neue Woche.


Donnerstag, 25. Mai 2017

Fahrradwetter

Aktuell sind die Temperaturen ideal, um sich auf das Fahrrad zu setzen. Im Moment fahren wir immer von daheim aus, da hier doch noch das Eine oder Andere zu erledigen ist.

Wir haben ja von hier aus genügend Gelegenheiten in der Umgebung, z.B. ins Illertal.


In Vöhringen habe ich einen Brunnen entdeckt, bei dem jede Menge Kupfer verarbeitet wurde.


Dazu sollte man wissen, dass in Vöhringen an der Iller die Wielandwerke  produzieren, die Artikel überwiegend aus Kupfer herstellen. In der Region hier hat wohl jeder Heizungs- und Versorgungsrohre dieser Firma im Haus. (Wer mag, kann hier bei Wikipedia über das Unternehmen nachlesen.) Es wurden laut Brunneninschrift vom Künstler ausschließlich Produkte verwendet, die aus der normalen Produktion stammen.

Heute am Vatertag, früher auch Himmelfahrt genannt und daher ein christlicher Feiertag, an dem nicht gearbeitet wird, finden speziell in den kleineren Gemeinden der Umgebung Feste auf zentralen Plätzen oder dem Sportplatz statt. Wir haben uns ein passendes Ziel ausgesucht und sind dann schon am späten Vormittag los geradelt. Da es bei diesen Festen meistens auch ein Mittagessen gibt, habe ich mir heute das Kochen gespart.

Insgesamt waren wir heute dann gute 5 Stunden mit den Rädern unterwegs.


Das Essen ist bei diesen Festen immer eher deftig, immerhin gab es zu jedem Essen aber einen leckeren Salat.



Der Gatte hat das Gulasch gewählt, ich verzichte da lieber auf Essen mit Soße, da ich nie weiß, ob ich das Essen auch vertrage. Ich habe nämlich einen Darm, der auf Geschmacksverstärker manchmal recht heftig reagiert. Selbst die Panade kann kritisch sein, wobei heute alles gut ging.

Dienstag, 23. Mai 2017

Das Leben geht weiter...

Inzwischen ist die Beerdigung vorbei und es fand alles so statt, wie es sich meine Mutter gewünscht und zum Teil bis ins Detail selbst geplant hatte. Ich glaube, sie wäre mit uns sehr zufrieden gewesen, vor allem hätte sie sich über die vielen wunderschönen Blumen gefreut.

Trotzdem möchte ich hier noch ein paar Bilder von meinem halben Tag in Berlin zeigen. Es ist das übliche Touristenprogramm bei herrlichstem Wetter. Es war sehr praktisch, dass unser Hotel sehr nahe an einer Haltestelle der Buslinie 100 lag. So war ich am nächsten Morgen auch schnell am Hauptbahnhof. Überhaupt ist der Nahverkehr in Berlin einfach genial. Meine Mitreisenden konnten alle geplanten Ziele in der Stadt auch ohne mich problemlos finden.


Ich war natürlich etwas enttäuscht, dass ich mir die IGA am nächsten Tag nicht mehr mit den anderen anschauen konnte. Auch der geplante Stoffmarktbesuch am Maybachufer in Neukölln fiel natürlich aus.

Aber manchmal läuft das Leben einfach nicht so, wie geplant. Und es ist gut, dass meine Mutter nicht lange leiden musste. Diese letzte Lebensphase hätte auch noch mehrere Wochen dauern können.

Freitag, 12. Mai 2017

-- Pause --

Meine Mutter ist die letzte Nacht im Pflegeheim im gesegneten Alter von 92 Jahren gestorben.

Sie war schon eine Weile ziemlich schwach, aber konkret hatten weder wir noch das Pflegepersonal so schnell damit gerechnet. Daher kommt nun mein Bruder aus einem Urlaub in Holland und ich bin heute mit dem Zug aus Berlin zurück gefahren. Wir waren gestern erst zusammen mit Freunden nach Berlin geflogen, um dort 4 Tage zu verbringen.

Ich bin froh, dass ich vor dem Kurzurlaub noch bei ihr im Heim war und dass sie zwischen zwei Kontrollgängen des Nachtdienstes einfach einschlafen konnte. 

Freitag, 5. Mai 2017

Der Mai ist gekommen...

Nun scheint heute Nachmittag sogar mal wieder die Sonne. Da lohnt sich endlich eine Aufnahme von unserem Söflinger Maibaum.


Ich hätte nichts dagegen, wenn es mal ein paar Tage nicht regnet...